Tag 4

Heute hatten wir ein Geburtstagskind und Anna freute sich sehr, dass wir ihr mit allen Kindern, der Grinsekatze und Alice ein Ständchen sangen. Als dann auch noch der verrückte Hutmacher auftauchte, um mit ihr Tee zu trinken, war der Start in den Tag perfekt. Sie erhielt nicht nur von unserem Verein ein Geschenk zum Geburtstag, auch das KIEZ "Querxenland" hatte für sie ein kleines Präsent vorbereitet. Anna bekam vom Hutmacher sogar ein kleines Hütchen und zu unserer großen Freude hatte sie dieses den gesamten Vormittag auf dem Kopf. Da wir erst am Nachmittag zum Stationsspiel im Abenteuerland eingeladen waren, nutzten wir am Vormittag die Zeit für unser traditionelles Tischtennisturnier. Als Schiedsrichter konnten wir mit viel Überzeugungskraft und dem unwiderstehlichen Charme unserer Kinder die Herzkönigin und den verrückten Hutmacher gewinnen.

Natürlich wollten auch unsere Betreuer*innen am Turnier teilnehmen, aber ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Tischtenniskelle reicht bei weitem nicht aus, um mit den Kindern mitzuhalten. Alle teilnehmenden Kinder gaben ihr Bestes, blieben dabei aber trotz starkem Ehrgeiz immer fair und unser Schiedsrichterteam hatte deshalb nicht viel zu tun. Am Ende holte sich Oliver den Titel "Tischtennismeister des JFV 2019". Hervorzuheben ist auch das begeisterte Publikum, welches sich von unseren Flamingos Michi und Dennis zu mehr als einer Laola-Welle animieren ließ.

Nach dem Mittagessen im Freien, bei dem es drei verschiedene Nudelgerichte gab, ging es dann an die Stationen im Abenteuerland. Hier hatte sich das KIEZ wieder tolle Sachen einfallen lassen und unsere Kinder machten begeistert mit. Dabei mischten wir immer zwei Gruppen, so dass auch Große und Kleinere gemeinsam antreten mussten. Ob beim Klodeckelzielschwammwurf, Riesenjenga, Memory oder den anderen Stationen, nach anfänglichen Berührungsängsten arbeiteten die Gruppen gemeinsam sehr gut zusammen und hatten viel Freude. Eine unserer gemischten Gruppen stellte mit etwas über 1,50 Meter auch den Rekord im Riesenjenga auf. Am Ende gab es noch zusätzliche Querxendollar für den morgen stattfindenden Casinoabend.

Ganz am Ende der Stationen warteten dann eine Hüpfburg und eine Riesenrutsche auf die Kinder, die wirklich von allen genutzt wurden. Selbst unsere großen Jungs gaben ihrem Spieltrieb nach und tollten in der Hüpfburg umher. Wer darauf keine Lust mehr hatte, ließ sich auf dem Rasen nieder und entspannte. Dabei gingen schon die Verhandlungen der großen Mädels los, ob sie nächstes Jahr trotz Erreichen der 15 bzw. 16 erneut mit ins Ferienlager fahren dürfen. Für uns war das natürlich ein schönes Zeichen - wir können also so schlecht nicht sein, wenn die Großen wieder mit uns mitfahren wollen.
Am späten Nachmittag ging die Gruppe von Chrissi  durch unsere Siedlung und schaute in die Zimmer. Dabei bewerteten sie Sauberkeit und Ordnung mit Sonnen, Wolken oder Gewittern. Danach wurde das Ganze auf unsere Tafel des Zimmerwettbewerbs übertragen und es bleibt spannend, wer am Ende Wochensieger wird. Momntan geben sich auffallend viele Zimmer große Mühe, um bei der Kontrolle eine Sonne zu bekommen.

Nach dem Abendessen fand dann unser Nachtbaden statt. Da es aufgrund der Temperaturen auf 20 Uhr vorgezogen wurde, war es am Ende doch nicht ganz ein Nachtbaden. Zu unserer Überraschung gab es neben den verrückten Betreuer*innen Dennis und Jasmin tatsächlich Kinder, die sich ebenfalls unbedingt ins Wasser stürzen wollten. Da waren lange und warme Sachen für hinterher selbstverständlich Pflicht. 
Um den anderen Kindern, denen es wie vielen Betreuer*innen viel zu kühl war, auch noch ein Highlight bieten zu können, machten wir spontan nach der Rückkehr der Eisschwimmer*innen eine Nachtwanderung. Alle bekamen Knicklichter und dann ging es ab in den Wald. Bei uns wird auf Nachtwanderungen aber nicht erschreckt, sondern die Kinder sollen ihre Furcht verlieren. Das konnten sie auf einer Mutstrecke von ca. 60 Metern üben. Bettina ging mit ihrem Leuchtstab vor und danach konnten die Kinder allein oder zu zweit die Strecke laufen. Viele trauten sich, es allein zu bewältigen und andere nahmen lieber ihre Freundin oder Freund mit. Stolz, es geschafft zu haben, waren am Ende alle.
Morgen Vormittag haben wir die BMX-Strecke für unsere Kinder gemietet und wollen T-Shirts batiken. Am Nachmittag findet unser Fußballturnier statt und am Abend ist der Casinoabend.